Mausarm?
Wenn Computerarbeit krank macht.
Wer bei dem Wort Mausarm an eine arme Kirchenmaus denkt, der ist nicht auf dem neuesten Stand der Informationen. Mausarm ist in der Fachsprache eine Bezeichnung für das sogenannte RSI-Syndrom („Repetitive Strain Injury“). Dieses Überbeanspruchungssyndrom löst Schmerzen in Händen und Armen aus, die bis in Schulter und Nacken ausstrahlen können. Verursacht werden die Beschwerden durch die kleinen, stereotypen Bewegungen, die Menschen bei der Computerarbeit ausführen und die zu Muskelverkrampfungen führen. Wer regelmäßig über Stunden vor dem Bildschirm sitzt und dabei ständig mit der Computermaus hantiert, riskiert nicht nur einen Mausarm, sondern längerfristig noch ganz andere gesundheitliche Probleme. Die Klagen über Augen- und Rückenbeschwerden nehmen zu. Mehr als die Hälfte der Bildschirmarbeiter sind davon betroffen. Auf die leichte Schulter nehmen sollte man solche Symptome nicht.

Was kann helfen, das RSI-Syndrom zu vermeiden oder wenigstens zu lindern? Hier ein paar wichtige Tipps: Muskulatur lockern, regelmäßig kleine Pausen einlegen und den Bildschirm für ein paar Minuten verlassen - das tut auch den Augen gut!, Dehnungs- und Lockerungsübungen für Arme, Schultern und Nacken machen. Mittagspausen einhalten, denn häufiges Durcharbeiten schadet der Gesundheit!
Auch wenn es nicht ganz einfach ist, so lassen sich manchmal doch Stresssituationen und Arbeitsüberlastung vermeiden oder wenigstens vermindern, in dem man z. B. die Zeit begrenzt, die man am Computer verbringt, den Leistungsdruck reduziert, an unterschiedlichen Aufgaben mit unterschiedlichen Anwendungen arbeitet und Entspannungstechniken erlernt und praktiziert. Ein weiterer Ansatzpunkt für gesundheitsbewußtes Arbeiten am Bildschirm findet sich in der Arbeitsumgebung. Sie soll nach ergonomischen Gesichtspunkten eingerichtet werden. Dazu gehört der richtige Arbeitssessel - und natürlich die richtige Sitzhaltung im Sessel!, die korrekte Position von Keyboard und Bildschirm, eine handgerecht geformte Maus mit Mauspad und gegebenenfalls eine Fuß- und Armstütze.
Der Computer soll die Arbeit der Menschen erleichtern und nicht seine Benutzer krank machen. Für richtiges, d.h. gesundheitsbewußtes Verhalten am Bildschirm gibt es seit kurzem auch eine Software zu kaufen. Sie gibt dem Benutzer des Computers in Intervallen kleine Erinnerungen, Pausen zu machen und demonstriert Lockerungsübungen.

Mehr über die Gesundheitstraining-CD-ROMS und über ergonomische Hardware sowie geeignete Software bei Elisabeth Uhlemann - Öffentlichkeitsarbeit